Die Wahl der richtigen Lasergraviermaschine

Eine Graviermaschine ist eine automatische oder manuelle Maschine, mit der Gravuren bzw. Markierungen durch Abtragen von Material realisiert werden können. Es gibt verschiedene Arten von Graviermaschinen, hauptsächlich Lasergraviermaschinen und mechanische Graviermaschinen. In diesem Leitfaden konzentrieren wir uns auf die Lasergraviermaschinen.

Lasergraviermaschinen unterscheiden sich folgendermaßen von mechanischen Graviermaschinen: Während mechanische Graviermaschinen mittels extrem harter Materialien Gravuren realisieren, nutzen Lasergraviermaschinen die konzentrierte Energie eines Laserstrahls, um Material zu verdampfen oder zu brechen.

Die Lasergravur ist ein auf die meisten Materialien anwendbares Kennzeichnungsverfahren, bei dem zu gravierende Objekte nicht in die Hand genommen werden müssen. Die Gravur ist fein und schnell. Viele Industriebranchen nutzen die Lasergravur, von der Automobil- über die Luftfahrtindustrie bis hin zur Medizinbranche.

Lasergraviermaschinen ansehen

  • Was spricht für die Wahl einer Lasergraviermaschine?

    Die Lasergravur bzw. Lasermarkierung bietet mehrere Vorteile. Sie ist:

    • Unveränderbar: Da Lasermarkierungen in das Material eingraviert werden, sind sie unveränderlich und zeit- und verschleißbeständig.
    • Schnell: Das Eingravieren dauert nur wenige Sekunden.
    • Präzise: Die Lasergravur ist eine der präzisesten Gravurmethoden, die es gibt. Außerdem ist sie ästhetischer und sauberer als andere Gravurarten.
    • Mit vielen Materialien kompatibel: Man kann damit Papier, Metall, Kunststoff und selbst die empfindlichsten Materialien gravieren.
  • Wie wählt man die richtige Lasergraviermaschine?

    Lasergraviermaschine der Marke Satisloh

    Dies sind die wichtigsten Auswahlkriterien, die man beachten sollte:

    • Die Wahl des Materials: Per Laser lassen sich die verschiedensten Materialien gravieren. Dabei bestimmt die Beschaffenheit des zu gravierenden Materials weitere Kriterien wie beispielsweise die Leistung des Lasers.
    • Die Leistung: Die Leistung des Gerätes muss an die zu gravierenden Materialien angepasst sein. Für harte Materialien sollte z. B. ein Laser mit hoher Leistung verwendet werden, um ein gutes, sauberes Ergebnis zu erzielen.
    • Die Laserquelle: Die Laserbeschriftung kann mit einem CO2-Laserstrahl, einem Faserlaser, einer Laserdiode oder einem Kristalllaser erfolgen. Letzterer sollte bei der Gravur besonders zerbrechlicher, empfindlicher Materialien zum Einsatz kommen.
    • Die Größe des zu gravierenden Objekts
    • Die Art der Gravur: Soll die Gravur besonders tief sein? Sollen die Kontraste betont werden? Je nachdem, wie die Markierung auf dem Endprodukt aussehen soll, können Sie sich für eine Beschriftungstechnologie entscheiden, die entweder hellere oder dunklere Markierungen erzeugt.
    • Die Art der zu gravierenden Informationen: Möchten Sie lediglich Zahlen und Buchstaben eingravieren? Oder Strichcodes? QR-Codes? Logos? Bilder? Symbole?
    • Die Grafikdesign-Software: Zur Durchführung der Laserbeschriftung benötigen Sie eine bestimmte Computersoftware, mit der Sie Ihre Beschriftung grafisch gestalten können. Bei einigen Geräten ist diese Software enthalten. Wenn Sie bereits im Besitz einer solchen Software sind, vergewissern Sie sich, dass Ihr Gerät damit kompatibel ist.
    • Sicherheit: Überlegen Sie, wo das Gerät installiert werden kann. Wenn es in einer offen zugänglichen Werkstatt installiert werden soll, benötigen Sie ein angemessenes Sicherheitssystem mit Laserschutzleuchten, Verdunkelungsplatten, Schutzbrillen für die Beschäftigten usw. Je nach Leistung Ihres Lasers muss die Maschine eventuell sogar in einem separaten Raum installiert werden.
  • Welche Laserquellen gibt es?

    CO2-Lasergraviermaschine von Gravograph

    Es gibt verschiedene Laserquellen.

    • CO2-Laser: Dieser graviert Materialien mittels Kohlendioxid-Laserstrahl.
      • Er wird insbesondere für die Kennzeichnung organischer Materialien (Holz, Papier, Gummi etc.) empfohlen.
      • Er erzeugt kontrastfreie Markierungen und ist daher ideal, um z. B. Codes, Daten und Seriennummern auf Verpackungen zu gravieren.
      • Mit einer Wellenlänge von 10,6 Mikron kann dieser Lasertyp auch in Werkstätten verwendet werden, wobei aus Sicherheitsgründen eine Plexiglasabschirmung zu empfehlen ist.
    • Faserlaser: Bei dieser Art Laser werden Materialien mittels Glasfaser graviert.
      • Er wird für die Gravur nicht-organischer Materialien (Metall, Kunststoff, Keramik etc.) empfohlen.
      • Er erzeugt kontrastreiche Markierungen.
      • Neben Barcodes und QR-Codes ist er auch dazu geeignet, Grafiken von sehr hoher Qualität einzugravieren.
      • Aufgrund einer Wellenlänge von 1 Mikron müssen Faserlasermaschinen unbedingt hinter Schutzwänden oder in einem separaten Raum betrieben werden.
    • Nd:YAG-Laser: Dieser Lasertyp ist dreimal so leistungsstark wie Faserlaser.
      • Er wird für kontrastreiche Markierungen von Kunststoffen und eloxiertem Aluminium empfohlen.
      • Durch die kurzen Impulse erzeugt er deutlich schärfere Markierungen, die leichter von Scannern gelesen und auch besser rückverfolgt werden können.
      • Er wird vor allem für die Kennzeichnung empfindlicher Materialien, insbesondere von Kristall, verwendet.
  • Welche Materialien können per Laser graviert werden?

    Lasergraviermaschine der Marke TAMPOPRINT AG

    Die überwiegende Mehrheit der Materialien kann per Laser graviert werden:

    • Alle Metalle (Aluminium, Stahl, Edelstahl, Bronze etc.)
    • Die meisten Kunststoffe (Polyamid, Polypropylen etc.)
    • Organische Materialien (Holz, Papier, Karton) außer Leder

    Es gibt dennoch ein paar Materialien, die nicht mit der Lasergravur kompatibel sind, wie z. B.:

    • Leder
    • Kohlefasern
    • Berylliumoxid
  • Welche Laserleistung ist die richtige?

    Die Leistung ist das wichtigste Merkmal, auf das man bei der Wahl eines Lasergravierers achten sollte. Je höher die Laserleistung, desto schneller die Gravur. Die Leistung wird in Watt (W) gemessen und muss an die Beschaffenheit des Materials angepasst sein. Je dicker das zu gravierende Material ist, desto höher muss sie sein, um eine gute Markierungsqualität zu erreichen. Zum Gravieren von Papier benötigt man demnach weniger Leistung als zum Gravieren von Holz.

  • In welchen Bereichen werden Lasergraviermaschinen eingesetzt?

    Lasergraviermaschinen kommen in einer Vielzahl von industriellen Branchen zum Einsatz, um unter anderem die Rückverfolgbarkeit von Produkten zu erleichtern.

    • Zu den Hauptbereichen gehören: die Automobilbranche, Luftfahrtindustrie, Energieerzeugung, Metallurgie und Medizin.
    • Auch in anderen Bereichen kommen sie zum Einsatz: Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Verteidigung, Elektronik, Schienenverkehr, Bauwesen usw.

    Sie können zum Gravieren zahlreicher visueller Elemente verwendet werden: für alphanumerische Zeichen, Texte, Barcodes, QR-Codes, Logos, Bilder und Symbole. Die Gravur kann mit unterschiedlich starkem Kontrast in Schwarz-Weiß, in Farbe und in 2D realisiert werden.

  • Welche Punkte gibt es sonst noch zu beachten?

    Auf folgende Elemente sollte man ebenfalls bei der Auswahl eines Lasergravierers achten:

    • Die Markierungstiefe (mm)
    • Die Gravurgeschwindigkeit
    • Die Auflösung der Gravur (Kontrast, Schärfe)
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