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Die Wahl der richtigen Industrietastatur

Neben Büroanwendungen werden industrielle Tastaturen zunehmend auch in HMI-Terminals (Human Machine Interface), IoT (Internet of Things), POS-Geräten (Point of Sale), Kiosken, medizinischen Wagen und mobilen Medien eingesetzt.

Sie wurden für Anwendungen unter Extrembedingungen konzipiert.

Manche Tastaturen, die in allgemein zugänglichen Bereichen eingesetzt werden, können „unzerstörbar“ (vandalismussicher) sein. Diejenigen, die in gefährlichen industriellen Umgebungen eingesetzt werden, sind oftmals „gehärtet“, d.h. stoß- und explosionsresistent. Diese Tastaturen sind robust gebaut und oftmals geschützt gegen Wasser, Staub, Schmutz, Öl und Chemikalien. Sie können mit industriellen Reinigungsmitteln und Chemikalien gereinigt werden.

Eine weitere Besonderheit der Industrietastatur ist, dass sie perfekt in Ihre Umgebung integriert werden kann: Open Frame oder Einbauversion, Panel Mount, Rack Mount, etc.

Tastaturen für Industrieanwendungen auf einen Blick

  • Die Wahl einer Industrietastatur

    Die Wahl Ihrer Tastatur richtet sich nach Ihrer Anwendung und stützt sich auf die folgenden Einzelheiten:

    • Die Anzahl der Tasten: Sie müssen festlegen, ob Sie Ziffern, Buchstaben und Funktionstasten (F1, F2, etc.) brauchen. Die Standardtastatur setzt sich wie folgt zusammen: 101 oder 102 Tasten, aber es gibt zahlreiche mögliche Konfigurationen mit einer veränderlichen Anzahl Tasten (von 24 bis 128 Tasten).
    • Der Aufbau: Sie haben die Wahl zwischen zahlreichen Aufbaumöglichkeiten: VESA & AMPS mounted (Montage auf einem Träger), Montage auf einem Frontpanel, Rackmontage (rack mounted), usw.
    • Der erforderliche Schutzgrad:unzerstörbar„, wasserdicht, explosionsgeschützt, magnetfeldverträglich usw.
    • Das gewünschte Zeigegerät: TrackballTouchpad, Navigationsbutton oder joystick.
  • Welche Montagearten bietet eine Industrietastatur?

    Büroversion : diese geschlossenen oder eingekapselten Tastaturen sind für Büroanwendungen ausgelegt. Bürotastaturen haben oftmals ein geneigtes Gehäuse oder Klappfüße, um die Tastaturoberfläche zum Bediener hin zu neigen.

    Panelausführung: es handelt sich um Einbautastaturen, die eine einfache Integrierung in die obere oder frontale Fläche eines Instrumentenpanels oder in die Bedienfläche einer Maschine erlauben.

    Rack Version / Rack Schublade: Tastaturen mit optimierten Abmessungen für eine perfekte Integrierung in Regalsysteme, um die Funktionalitäten von Video, Tastatur und Touch Pad von einem einzigen Arbeitsplatz aus zugreifen zu können und einen oder mehrere Server zu managen.

    Version OEM / open frame: diese Version ohne Rahmen und Gehäuse ist für die Integrierung in eine Maschine oder einen Kiosk konzipiert.

  • Welche Zeigevorrichtung für eine Industrietastatur?

    Die Tastaturen verfügen möglicherweise über eine eingebaute Zeigevorrichtung, die die Maus ersetzt:

    • Der Trackball : gestattet eine präzisere Kontrolle des cursors und kann von Rechts- und Linkshändern gleichermaßen verwendet werden. Der Trackball hat auch den Vorteil, ergonomisch zu sein.
    • Der Touchpad (oder trackpad): gestattet dem Cursor eine freie Bewegung einzig und allein dadurch, dass man ganz einfach eine Fingerspitze über die Oberfläche gleiten lässt.
    • Force-Sensing Resistor (FSR): diese Anzeigevorrichtung mit Kraftsensor misst den auf die Zelle eines Sensors ausgeübte Kraft mit einem variablen Widerstand. Dies Technologie kann in schlanke und geschmeidige Anwendungen integriert werden.
    • Der Joystick /Zeigeknopf : mit diesem System kann der Bediener den beweglichen Teil (Joystick oder Knopf) kippen, um die Bewegung des Cursors zu steuern. Der Joystick existiert als Mono- oder Multiachs-Ausführung, je nach Komplexität der Anwendung.
  • Welche Schutznormen für Industrietastaturen?

    Eine gute Industrietastatur muss bestimmten Sicherheitsvorschriften genügen:

    • Unzerstörbare“ Tastatur : sehr robust, nahezu unzerstörbar, oftmals aus Stahl und wasserundurchlässig: diese Tastatur ist ausgelegt für eine Nutzung im Außenbereich, beispielsweise in Kiosks und öffentlichen Terminals.
    • IPxx Index: Die Umgebungsbedingungen müssen genau bekannt sein, um die erforderliche IP (Schutzart) zu wählen. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Festkörper, die zweite für den Schutz gegen Wasser und/oder Flüssigkeiten. Industrietastaturen haben im Allgemeinen die folgendes Schutzindizien: IP65 oder IP68.
    • IKxx Normen: IK gefolgt von 2 Ziffern ist der Index des mechanischen Schutzes, der den Schutzfaktor für eine Aufprallenergie in Joules angibt. Sie entspricht dem Fall einer Masse eines bestimmten Gewichts aus einer bestimmten Höhe. Zum Beispiel xx=01 => Material geschützt gegen eine Aufprallenergie von 0,15 Joule (Aufprall entspricht dem Fall einer 150 g Masse aus einer Höhe von 10 cm).
    • ATEX Normen: sie betreffen den Schutz der Personen, die in einer explosionsgefährdeten Umgebung arbeiten. Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen bietet der Markt Industrietastaturen an, die den ATEX-Normen entsprechen.
    • MIL-STD-810G/F ist eine amerikanische Norm, die die Robustheitsklasse des Gerätes angibt. Diese Norm wurde für das US-Militär entwickelt und wird heute im Handelsbereich genutzt, um die Eignung des Produkts für bestimmte Umweltbedingungen nachzuweisen.
    • Der Standard MIL-461 stammt ebenfalls aus der amerikanischen Armee und zeigt die elektromagnetische Kompatibilität an.
  • Welche Anschlusstechnik für Ihre Industrietastatur?

    Unter „Anschlusstechnik“ versteht man die physikalischen Verbindungen, die die Übertragung von Daten und elektrische Verbindungen gestatten. Sie haben die Wahl zwischen folgenden Möglichkeiten:

    • PS2 (Personal System/2): es handelt sich hier um die Verbindungstechnik, die zum Anschluss von Tastatur und/oder Maus verwendet wurde, bevor der USB Schlüssel auf dem Markt erschien. Mit dieser Verbindungstechnik muss das Peripheriegerät an den Computer angeschlossen werden, bevor dieser eingeschaltet wird, weil sonst Tastatur und/oder Maus nicht funktionieren.
    • USB : Die USB-Technik ist die vielfältigste und am weitesten verbreitete Verbindungstechnik. Die USB – Verbindung verbindet Peripheriegeräte miteinander.
    • Schnurlose Verbindungen: zwei Haupttechnologien: die Norm IEEE 802.11, besser bekannt unter dem Namen Wi-Fi; und die kabellose Tastatur, die mit Bluetooth über einen Empfänger funktioniert, der an einen USB-Port angeschlossen ist.
    • ATA/Serial (ou SATA): gestattet den Anschluss von Peripheriegeräten (Festplatte, DVD Player usw.), die mit dieser Norm kompatibel sind, an ein Motherboard. Sie erfordert ein Format fgür den Datentransfer und ein spezifisches Kabelformat.
    • CANbus: ein Ansatz, der als Multiplexing bezeichnet wird und darin besteht, eine große Anzahl von ECUs an dasselbe Kabel (einen Bus) anzuschließen, das dann wiederum kommuniziert, um zu viele Kabel zu vermeiden (je nach Anwendung). Der CAN-Datenbus (Controller Area Network) ist ein serieller Systembus, der in vielen Branchen, einschließlich der Automobilindustrie, weit verbreitet ist.

    Die Wahl der Verbindung hängt vom Computer oder Terminal ab, an den Sie die Tastatur und die verfügbaren Anschlüsse anschließen möchten.

  • Wie wählt man den Tastentyp und die Technologie einer Industrietastatur?

    Die Tastatur mit mechanischen Tasten (oder mit mechanischem Schalter): Wenn eine Taste gedrückt wird, wird gleichzeitig ein Schalter gedrückt, der ein Signal an den Prozessor sendet.

    • Vorteile: Schnelligkeit, einfache Bedienung, einzeln austauschbare Tasten im Fehlerfall.
    • NACHTEILE: teurer als eine Membrantastatur und lauter.

    Die Membrantastatur: besteht aus mehreren Polyesterschichten. Diese Tastatur hat eine sichtbare Schicht (mit der Beschriftung) und eine unsichtbare Schicht, die Schaltungen aus Silber und/oder leitfähigem Kohlenstoffsiebdruck beinhaltet. Die Folientastatur kann flach (einfach und wirtschaftlich), mit Metallkuppeln oder Touchdome sein, um ein taktiles Gefühl zu erzeugen.

    • Vorteile: einfache Anpassung der Tastatur, kostengünstiger als mechanische Tastaturen.
    • Nachteile: kürzere Lebensdauer als eine mechanische Tastatur, langsamer.

    Die taktile Tastatur: man unterscheidet die taktil-kapazitive Tastatur (die auf die Veränderung des elektromagnetischen Feldes durch die Berührung des Fingers reagiert) und die taktil-resistive (zwei Schichten, die miteinander in Kontakt treten, wenn man mit einem Finger darauf drückt, und die auf diese Weise einen Stromkreislkauf auslösen). Der Nachteil der kapazitiven Berührung besteht darin, dass Sie die Tasten mit bloßen Fingern drücken müssen, also bei der Arbeit keine Handschuhe tragen dürfen.

    Die piezoelektrische Tastatur: Dabei wird eine mechanische Ladung auf bestimmte Kristalle wie Quarz oder Seignettesalz aufgebracht, um elektrische Ladungen zu erzeugen.

    • Vorteile: sehr robust, kann in Wassernähe benutzt werden, lange Lebensdauer.

    Technologien:

    • mit mechanischen Tasten
    • mit Membran
    • Kapazitivsensor
    • resistiv taktil
    • piezoelektrisch
  • Welche sonstigen Optionen für eine Industrietastatur?

    Es gibt noch weitere Optionen für die Auswahl einer Industrietastatur, einschließlich der Art der Montage, des Zeigegeräts und der Anschlüsse, die am besten zu Ihrer Anwendung passen:

    • Die Integrierung der USB-Hubs für eine optimale Konnektivität.
    • Die Hintergrundbeleuchtung, für den Gebrauch in schlecht beleuchteten Umgebungen.
    • Die Tastatur nach Maß: Die meisten Hersteller industrieller Tastaturen können Ihnen eine schlüsselfertige „custom“-Lösung anbieten, damit Sie eine Tastatur haben, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.
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